Die EADS ISIN lautet: NL0000235190.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer ist: 938914.
Das Unternehmen EADS ist in der Luft- u. Raumfahrt Branche beheimatet.
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Die Adresse von EADS lautet:
European Aeronautic Defence an..
Le Carré, Beechavenu..
NL-1119 PR Schiphol-Rijk
.
Telefon-Nr.:+33 (0) 1-4224-2800
Faxnummer:+33 (0) 1-4224-2840
Email:ir@eads.com
URL:www.eads.com
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Die zivile und militärische Luftfahrt im Visier
Die European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. ist einer der beiden weltweit größten Hersteller von Verkehrsflugzeugen, zivilen Hubschraubern, kommerziellen Trägerraketensystemen und Lenkflugkörpern und in Europa klare Nummer Eins. Darüber hinaus nimmt das Unternehmen eine führende Stellung auf den Gebieten Militärflugzeuge, Satelliten und Verteidigungselektronik ein. Die Geschäftstätigkeit von EADS ist in die Unternehmensbereiche Airbus, Militärische Transportflugzeuge, Eurocopter, Raumfahrt sowie Verteidigung und Zivile Systeme gegliedert. Das zivile Geschäft macht dabei rund drei Viertel und das militärische ein Viertel aus.
Der Unternehmensbereich Airbus umfasst alle mit Airbus im Zusammenhang stehenden Konstruktions-, Engineering-, Herstellungs- und Produktionskapazitäten in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien sowie sämtliche Mitgliedschaftsrechte an GIE Airbus Industrie. Mit Wirkung vom 11. Juli 2001 hatten EADS (80 der Mitgliedschaftsrechte) und BAE SYSTEMS (20 der Mitgliedschaftsrechte) alle Aktivitäten unter die gemeinsame Leitung von Airbus S.A.S. gestellt. Beide Partner sind im Umfang ihrer Mitgliedschaftsrechte am wirtschaftlichen Erfolg von Airbus Industrie beteiligt. Mit Blick auf die Marktposition bezeichnet sich Airbus als die weltweite Nummer Eins nach Auslieferungen, Auftragseingang, F&E-Investitionen und Rentabilität. Im Jahr 2007 lieferte Airbus 453 (i.V. 434) Flugzeuge aus. 2007 konnte der Konzern nach einiger Verzögerung den ersten A380 an Singapur Airlines ausliefern.
Im Geschäftsjahr 2007 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs Airbus auf 25,22 (i.V. 25,19) Mrd. Euro. Besonders die Auslieferungen von Passagierflugzeugen mit einem Gang (single-aisle) und die Langstrecken-Flieger zogen an. Das A400M-Programm konterkarierte den positiven Effekt bei den Auslieferungszahlen jedoch und auch die Währungseffekte hinterließen hier tiefe Kratzer. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach bereits 2006 auf 572 Mill. Euro ein, nachdem es 2005 noch bei 2,31 Mrd. Euro gelegen hatte. Ausgelöst wurde der Ergebniseinbruch vor allem durch die Lieferverzögerungen beim Großflugzeug A380. Hinzu kamen zusätzliche Kosten für den A350. 2007 sank das EBIT dann weiter im freien Fall auf minus 881 Mill. Euro. Zum Jahresende 2007 verfügte Airbus über einen Auftragsbestand von 283,8 (210,1) Mrd. Euro.
Im Bereich Militärische Transportflugzeuge (MTF; auch MTA: Military Transport Aircrafts) fertigt und vermarktet EADS leichte und mittelschwere militärische Transportflugzeuge. MTF ist zudem für das A400M-Projekt, die Entwicklung eines schweren europäischen militärischen Transportflugzeugs, zuständig. Ferner werden im Bereich MTF Missionsflugzeuge, die von einer bestehenden Plattform abgeleitet werden und für militärische Sonderaufgaben wie Seeüberwachung oder U-Boot-Abwehr bestimmt sind, gefertigt und vermarktet. MTF beinhaltet darüber hinaus das Geschäft mit Flugzeugkomponenten für die weltweite Luftfahrtindustrie. 2007 lieferte EADS im MTF-Bereich 15 (acht) Flugzeuge aus und knüpfte damit an das gute Jahr 2005 an. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2007 ermäßigte sich allerdings nach einem expansiven Vorjahr um 48,2 auf 1,14 (2,20) Mrd. Euro. 2005 hatte die Verschiebung einer internen Umsatzrealisierung im A400M Programm in das Jahr 2006 den Umsatz gedrückt. 2007 konnten dann beim A400M nur zwei anstelle von fünf Meilensteinen erreicht werden. Das EBIT fiel auf minus 155 (plus 75) Mill. Euro. Auch der Auftragsbestand gab auf 19,9 (20,3) Mrd. Euro leicht nach.
Mit Eurocopter ist EADS weltweit führend bei der Herstellung von zivilen Hubschraubern und in Europa die Nr.1 bei Militärhubschraubern. Für die europäischen Streitkräfte wurden in der jüngeren Vergangenheit der Kampfhubschrauber Tiger und der militärische Transporthubschrauber NH90 entwickelt. 488 (381) Hubschrauber wurden 2007 ausgeliefert, darunter insbesondere Hubschrauber für den zivilen Bereich. Das Geschäftsvolumen stieg im Berichtjahr 2007 um 9,7 auf 4,17 (3,80) Mrd. Euro. Das EBIT sank auf 211 (257) Mill. Euro. Zum Jahresende belief sich der Auftragsbestand von Eurocopter auf einen Wert von 13,5 (11,0) Mrd. Euro und lag damit abermals über dem des Vorjahres.
Auf dem Gebiet der Raumfahrt ist EADS laut eigenen Angaben nach Boeing und Lockheed Martin der weltweit drittgrößte Produzent von Raumfahrtsystemen und in Europa die erste Adresse bei der Fertigung von Satelliten, Raumfahrt-Infrastruktur und Trägerraketen. Außerdem bietet EADS Dienstleistungen in den Bereichen Satellitentransport, Telekommunikation und Erdbeobachtung. Darüber hinaus umfasst der Bereich Raumfahrt Aktivitäten in der Optronik (z.B. Erd- und Sternsensoren) und der Lasertechnologie. 2007 gelang es EADS den Satellitenbereich Astrium weiter nach vorne zu treiben. Dank zweier kommerzieller Telekommunikations-Satelliten kletterten hier die Umsätze um 10,5 auf 3,55 (3,21) Mrd. Euro. Durch Kostensenkungen und Margenerhöhungen war das EBIT im Vorjahr auf 130 (58) Mill. Euro hochgesprungen. 2007 lag es bei 174 (130) Mill. Euro. Zum Jahresende 2007 betrug der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs 12,9 (12,3) Mrd. Euro.
Der Geschäftsbereich Verteidigung und Zivile Systeme befasst sich mit Lenkflugkörpern und Lenkflugkörpersystemen, Verteidigungselektronik, Telekommunikation und diesbezüglichen Dienstleistungen. Bei taktischen Lenkflugkörpersystemen sieht man sich als zweitgrößter Anbieter weltweit und bei Verteidigungselektronik in Europa als die Nr.3. Mit ihrem Partner Nortel Networks ist EADS des Weiteren ein multinationales Telekommunikationsunternehmen, das auf militärischen und zivilen Märkten auftritt. Darüber hinaus wurde dem Geschäftsbereich Verteidigung und Zivile Systeme Mitte 2003 die Entwicklung und Produktion des Eurofighters übertragen. Der Umsatz sank 2007 leicht um 6,8 auf 5,47 (5,86) Mrd. Euro zu. Das EBIT belief sich auf 340 (348) Mill. Euro. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs war bis zum Jahresende 2007 auf 17,9 (17,6) Mrd. Euro gestiegen.
Hinzu kommen die vier Business Units ATR, EFW (Elbe Flugzeugwerke GmbH), EADS Socata und EADS Sogerma, die unter den Sonstigen Aktivitäten gebündelt sind. Sie zeichnen für die Entwicklung, Herstellung, das Marketing und den Verkauf regionaler Turbopropeller-Flugzeuge, kommerzieller Leichtflugzeuge und Flugzeugbauteile wie auch zivile und militärische Umbauten und Instandhaltungsdienstleistungen verantwortlich.
Ergebniseinbruch setzt sich fort
Trotz aller Widrigkeiten fällt der Blick auf Auftragsbücher von EADS durchaus positiv aus. Zum Jahresbeginn lag der Auftragsbestand bei 339,5 (262,8) Mrd. Euro, den größten Posten hiervon machte Airbus mit 81 aus, gefolgt von Military Transport Aircraft mit 6, der Bereich Defense & Security mit 5 und Eurocopter und Astrium mit je 4. Mit 136,8 Mrd. Euro war der Auftragseingang dabei drei Mal höher als der Jahresumsatz des Jahres.
Von Auftragsseite war 2007 somit für den Luftfahrtkonzern ein gutes Jahr. Diese gute Ausgangsbasis reichte jedoch nicht, das Ergebnis auch unter dem Strich profitabel zu halten. Insbesondere die Verzögerungen beim Bau des A380, die Kosten für den Relaunch des A350 XWB wie auch die Rückstellungen, die im Zusammenhang mit der verzögerten Auslieferung des A400M gebildet wurden, aber auch das Restrukturierungsprogramm Power8 kratzten an der finanziellen Basis des Konzerns. So stagnierten die Umsätze bei 39,12 (i.V. 39,43) Mrd. Euro, ein lichtes Minus von 0,8. Größter Umsatzträger war dabei nach wie vor Airbus mit 25,22 (25,19) Mrd. Euro, gefolgt von dem Bereich Defense & Security mit 5,47 (5,86) Mrd. Euro und Eurocopter mit 4,17 (3,80) Mrd. Euro. Das Satelliten-Segment kam auf Erlöse in Höhe von 3,55 (3,21) Mrd. Euro und die Military Transport Aircraft auf 1,14 (2,20) Mrd. Euro. Die anderen Geschäftsaktivitäten steuerten 1,27 (1,26) Mrd. Euro bei. Für Konsolidierungen müssen 1,69 (2,09) Mrd. Euro abgezogen werden. Regional zeigte der Konzern seine Stärke in Europa. In Deutschland legten die Erlöse auf 4,33 (4,13) Mrd. Euro zu; dahingegen waren sie in Frankreich mit 3,45 (4,27) Mrd. Euro rückläufig, ebenso in Großbritannien mit 1,99 (2,95) Mrd. Euro und Spanien mit 1,17 (1,36) Mrd. Euro. Die übrigen Länder Europas wuchsen auf 6,44 (4,47) Mrd. Euro. In Nordamerika setzte EADS 7,92 (9,43) Mrd. Euro um, in Asien/Pazifik waren es 8,83 (7,86) Mrd. Euro. Der Mittlere Osten kam auf 2,51 (3,33) Mrd. Euro, Lateinamerika auf 2,05 (1,21) Mrd. Euro und die übrigen Länder auf 431 (429) Mill. Euro.
Die Umsatzkosten konnten 2007 mit 34,80 (34,72) Mrd. Euro konstant gehalten werden. Zwar konnte auch der Verwaltungsaufwand auf 1,31 (1,36) Mrd. Euro gesenkt und die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 2,61 (2,46) Mrd. Euro begrenzt werden, doch insbesondere Währungseffekte aus dem schwachen US-Dollar bremsten den Auftrieb. Da 60 aller Geschäfte nicht in Euro fakturiert werden, sichert sich der Konzern gewöhnlich über Kurssicherungsgeschäfte gegen Wechselkurseffekte ab. Den negativen Effekt auf das EBIT beziffert der Konzern 2007 mit 450 Mill. Euro. Die Neubewertung von verlustreichen Vertragsrückstellungen schlugen mit weiteren minus 400 Mill. Euro negativ zu Buche.
Hatte Airbus noch 2005 mit 2,31 Mrd. Euro ein hervorragendes EBIT erzielt, so fiel dieses 2007 auf minus 881 (minus 572) Mill. Euro noch deutlicher in den roten Bereich. Auch das MTF Bereichs-EBIT sackte mit minus 155 (plus 75) Mill. Euro in die Verlustzone und auch die anderen Geschäftssparten mussten rückläufige Tendenzen vermelden. Eurocopter schaffte nur ein EBIT von 211 (257) Mill. Euro und Defense & Security eines von 340 (348) Mill. Euro. Lediglich Astrium bekam mit 174 (130) Mill. Euro deutlichen Aufwind. Insgesamt verbuchte der EADS-Konzern ein EBIT von minus 311 (plus 238) Mill. Euro. Abzüglich der anderen Geschäftsaktivitäten von 94 (minus 288) Mill. Euro und der Konsolidierungen bzw. der Konzernführung von 269 (449) Mill. Euro fiel das EBIT auf 52 (399) Mill. Euro.
Das Zinsergebnis fiel auf minus 199 (minus 121) Mill. Euro und das Beteiligungsergebnis stellte sich auf 210 (152) Mill. Euro. Die Erlöse aus Investitionen, darunter die Anteile an Dassault Aviation und Embraer, legten auf 86 (37) Mill. Euro zu. Vor Steuern sackte das Ergebnis auf minus 770 (plus 34) Mill. Euro. Zwar erhielt der Konzern im Anbetracht des Vorsteuerverlustes abermals einen Steuerertrag, 2007 in Höhe von 333 (Ertrag 81) Mill. Euro, doch lag das Ergebnis nach Steuern mit minus 437 (plus 115) Mill. Euro tief im Verlustbereich. Nach Anteilen Dritter von minus 9,0 (minus 16,0) Mill. Euro blieb unter dem Strich ein Konzernverlust von minus 446 (plus 99) Mill. Euro. Die Dividende bleibt mit 0,12 Euro zum Vorjahr konstant.
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