Die Funkwerk ISIN lautet: DE0005753149.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer ist: 575314.
Das Unternehmen Funkwerk ist in der Mobilfunksysteme Branche tätig.
Bei dem letzten Update dieser Seite waren 7.190.000 Aktien ausgegeben.
Die Kontaktadresse von Funkwerk ist wie folgt:
Funkwerk AG
Im Funkwerk 5
D-99625 Kölleda
.
Tel.Nr.:+49 (0) 3635-600-0
Telefax.Nr.:+49 (0) 3635-600-507
Mail:reichenbach@funkwerk.com
Webadresse:www.funkwerk.com
Info zu Funkwerk:
Spezialisiert auf Mobilfunkanwendungen für Verkehrsträger
Die Funkwerk AG und ihre Tochtergesellschaften sind spezialisiert auf Mobilfunkanwendungen für Verkehrsträger und stellen damit die Verbindung zwischen Mobilfunk und Logistik her. Verkehrsträger sind sowohl schienengebundene und nicht schienengebundene Verkehrsbetriebe des öffentlichen und privaten Nah- und Fernverkehrs als auch Fahrzeuge des Individualverkehrs, so wird erklärt. Seine Aktivitäten hat der Funkwerk-Konzern in die Geschäftsbereiche Traffic & Control Communication (Professioneller Mobilfunk), Automotive Communication (Kommerzieller Mobilfunk) und Enterprise Communication eingeteilt.
Die Kernkompetenzen des Funkwerk-Konzerns beinhalten nach dessen Angaben ein tiefgehendes Anwenderwissen über die Betriebsabläufe bei Verkehrsbetrieben. Darüber hinaus werden alle etablierten und neuen Kommunikationsstandards von GSM bis UMTS, die moderne Softwaretechnologie der Anwender- und Mikrocontrollerprogrammierung sowie die Sende-/Empfangstechnik auch bei hohen Frequenzen beherrscht. Mit seinen Produkten deckt der Funkwerk-Konzern die gesamte Wertschöpfungskette ab. Neue Lösungen werden gemeinsam mit den Kunden spezifiziert, entwickelt, nach der Serienfreigabe in eigenen Fertigungsstätten hergestellt und bei den Kunden implementiert und in Betrieb genommen.
In Traffic & Control Communication werden Geräte, Systeme und Anwendungen angeboten, mit denen die Betriebsprozesse der Kunden automatisiert und optimiert werden können. Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktsegmente Mobilfunk für Verkehrsbetriebe, Managementsysteme, Videoüberwachung und Informationssysteme. Im Rahmen des Segments Mobilfunk für Verkehrsbetriebe entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft analoge und digitale Mobilfunksysteme sowie die dazugehörigen Endgeräte. Diese Geräte und Systeme dienen der Sprach- und Datenkommunikation insbesondere für die automatische Betriebs- und Verkehrsführung von schienengebundenen Verkehrsmitteln. Funkwerk hebt in diesem Zusammenhang die enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG bei digitalen Telematik-Terminals hervor. Auch mit der französischen Staatsbahn SNCF und der belgischen SNCB werden umfangreiche Geschäftsbeziehungen unterhalten. Managementsysteme (z.B. Betriebszentralen und -fernmeldeanlagen) helfen bei der Bewältigung des wachsenden Aufkommens an Sprach- und an Datenkommunikation sowie der automatischen Verkehrsführung. Im Bereich der Sicherheitstechnik ist Funkwerk mit Videoüberwachungssystemen vertreten. Hier liegt die Zukunft in der automatisierten Bildanalyse und bei hochauflösenden Videokameras, die auch unter schlechten Lichtverhältnissen arbeiten. Im Bereich der Bildanalyse, der Kameratechnologie und der Speicherung von Videodaten will sich die Gesellschaft über Innovationen im Markt eine Alleinstellung erarbeiten.
2006 konnte Funkwerk vom einstigen Konkurrenten Vossloh den Geschäftsbereich Information Technologies (VIT) übernehmen und damit in Deutschland zum Marktführer und in Europa zum wesentlichen Anbieter avancieren. Vor dem Verkauf hatte VIT einen Umsatz von 40 Mill. Euro zu den Vossloh-Erlösen beigesteuert. Von der Einführung eines einheitlichen europaweiten Kommunikations- und Managementsystems (ETCS) für den Bahnverkehr erhofft sich Funkwerk mit der Lieferung von GSM-R-Terminals neue Wachstumsimpulse.
Im Geschäftsfeld Automotive Communication konzentriert sich der Funkwerk-Konzern auf Kommunikationseinrichtungen in Fahrzeugen, die von den Automobilherstellern seit 2002 zunehmend für den serienmäßigen Einbau nachgefragt werden. Davor habe lediglich ein "Nachrüstmarkt" existiert, heißt es. Das Geschäft dieses Bereiches hat Funkwerk in die Produktsegmente Nachrüstmarkt, COMPENSER, Telematik und KomBox unterteilt. Die Mobilfunkterminals (Freisprechanlagen/Kommunikations-Box) umfassen neben anderen Zubehörteilen so genannte Grundtypen von Freisprechanlagen (FSA). Mit der technischen Ausstattung der Geräte, die von der Selbsteinbauversion bis zur technologisch anspruchsvollen sprachgesteuerten Lösung reicht, fokussiert der Funkwerk-Konzern vor allem auf Privatkunden. Zudem werden auch Entwicklungsleistungen für Mobiltelefonhersteller erbracht und OEM-Freisprechanlagen geliefert. Als Vertriebswege werden der Fachgroßhandel und der Fachhandel ebenso wie der Zubehörversandhandel genutzt.
Die so genannte KomBox von Funkwerk als universelle Kommunikationslösung für das Auto wird nicht nur von Automobilherstellern wie Audi, BMW, DaimlerChrysler nachgefragt, sondern erhält auch vom Fachhandel beste Bewertungen in den Kategorien Qualität, Zuverlässigkeit, Funktionalität und Service, wird berichtet. Sie biete mit Sprachsteuerung, Bluetooth-Adapter und diversen Datenschnittstellen Komfort für alle Kommunikationsanwendungen und vereint so Telefonie mit Navigation, Telematik und Fahrzeuganalyse. Ortung, Flottensteuerung, Notruf und Online-Fahrzeugdiagnose sind zusätzliche Funktionen, auf die sich Funkwerk spezialisiert. Für das Flottenmanagement von Nutzfahrzeugen bietet Funkwerk die so genannte FleetBox.
Enterprise Communication heißt das dritte und kleinste Geschäftsfeld von Funkwerk. Die Frage, wie schnell und rationell Informationen zielgerichtet verteilt und Prozesse gesteuert werden können, entscheidet vor dem Hintergrund der Globalisierung über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft, wird erklärt. Funkwerk leiste hierzu einen wesentlichen Beitrag mit dem Angebot von Komponenten sowie zukünftig verstärkt von kompletten Kommunikationsnetzen für den professionellen Bedarf. Mit der Integration verschiedener Technologien wie DECT, Wireless-LAN, VoIP und VPN auf einer Plattform und der Implementierung wird Funkwerk hier nach eigenen Angaben Innovationen schaffen. Der Bereich Enterprise Communication untergliedert sich dabei in die drei Felder Netzwerkkomponenten, Voice und Massaging/Personensicherung.
Sowohl der Bereich Traffic & Control Communication wie auch Enterprise Communication könnten zudem von der Einführung des neuen Mobilfunkstandards für europäische Sicherheitsbehörden TETRA mit Aufträgen profitieren. Auch die Integration von Telefonie, Internet und Fernsehen über das so genannte Triple Play wird das Geschäft anschieben, so die Erwartungen. Um einem Kabelsalat hierbei ein Ende zu bereiten will Funkwerk eine Integrated Access Device (IAD), eine integrierte Anschlussbox, auf den Markt bringen.
Weiterhin rückläufiges Ergebnis
Bei einem Blick auf die Historie der Gesellschaft wird deutlich, dass das seit 2000 notierte Unternehmen binnen fünf Jahren einen bemerkenswerten Wachstumskurs zurückgelegt hat. So schaffte Funkwerk es etwa, den Umsatz zu versechsfachen und die Erträge wie auch die Mitarbeiterzahl um ein Vielfaches zu steigern. Nach einem positiven Start ins Geschäftsjahr 2006 brachten externe Herausforderungen das Management dazu, die eigenen Wachstumsprognosen nach unten zu korrigieren. Flankierend wurde ein Paket an Maßnahmen erarbeitet, das die Ertragskraft wieder stärken sollte. Dieses zeigte bereits zum Jahresende Wirkung. Insgesamt verharrte der Umsatz im Gesamtjahr bei 241,75 (i.V. 241,98) Mill. Euro. Dabei konnten jedoch in allen drei Segmenten die Auslandsumsätze angehoben werden, so dass konzernweit 83,1 (64,0) Mill. Euro im Ausland erwirtschaftet wurden, was einem Plus von 30 gleichkommt. Trotz eines zwischenzeitlichen Einbruchs konnte das Segment Traffic & Control Communication mit einem Umsatz von 97,02 (98,62) Mill. Euro sein Vorjahresergebnis vor allem durch ein überaus starkes viertes Quartal halten. Unter anderem konnten hier GSM-R-Terminals an die französische SNCF wie auch ein Videoüberwachungssystem in Afrika geliefert werden. Das Segment Automotive Communication legte dank starker Nachfrage seitens des europäischen Nachrüstmarkts auf 52,77 (51,39) Mill. Euro zu, und der Bereich Enterprise Communication kam auf Erlöse von 91,96 (91,97) Mill. Euro. Hier hatte Funkwerk eine Zusammenarbeit mit paneuropäischen Distributoren begonnen, die erste Lieferungen nach Großbritannien, Italien und Spanien nach sich zog. Hinzu kam eine Lieferung an France Telecom.
Der Verwaltungsaufwand blieb mit 6,63 (6,79) Mill. Euro stabil und die Abschreibungen erhöhten sich moderat auf 12,54 (11,60) Mill. Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte der nach Korrekturen prognostizierte Wert von 10,1 Mill. Euro erreicht werden. Traffic & Control Communication steuerte hierzu 1,6 Mill. Euro bei, Automotive Communication 4,5 Mill. Euro und Enterprise Communication 4,0 Mill. Euro. Das Zinsergebnis verbesserte sich auf minus 0,29 (minus 0,51) Mill. Euro. Vor Steuern sank das Ergebnis auf 9,82 (16,35) Mill. Euro und unter dem Strich blieb ein Konzernjahresüberschuss von 6,88 (11,60) Mill. Euro. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 0,86 (1,45) Euro an. Die Dividende blieb mit 0,35 Euro zu den Vorjahren stabil.
Ende Februar 2004 hatte die Gesellschaft ihr Kapital um 718.000 Aktien bzw. knapp 10 des Grundkapitals erhöht. Die außerbörsliche Platzierung erfolgte zu einem Preis von 26 Euro je Aktie. Durch die Kapitalerhöhung flossen der Funkwerk AG Finanzmittel in Höhe von 18,7 Mill. Euro zu.
Keine ähnlichen Artikel.
