Die KarstadtQuelle ISIN ist: DE0006275001.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer ist: 627500.
Das Unternehmen KarstadtQuelle ist in der Kaufhaus Branche beheimatet.
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Die Kontaktadresse von KarstadtQuelle ist:
ARCANDOR Aktiengesellschaft
Theodor-Althoff-Stra..
D-45133 Essen
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Telefonnummer:+49 (0) 201-727-1
Telefax.Nr.:+49 (0) 201-727-9854
Mail:ir@arcandor.com
URL:www.arcandor.com
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Warenhaus mit Aktivitäten in Versandhandel und Touristik
Die Arcandor (ehemals KARSTADT QUELLE) AG ist eines der großen deutschen Handelshäuser und Touristikunternehmen. Das Unternehmen hat sich im Rahmen einer Neuorganisation in die drei Geschäftsbereiche Karstadt, Versandhandel (Primondo) und Thomas Cook gegliedert. Wichtigster Umsatzträger ist der stationäre Einzelhandel mit den Segmenten Warenhaus und Facheinzelhandel. Der Versandhandel umfasst die in- und ausländischen Aktivitäten der Quelle- und Neckermann-Gruppe sowie eine Gruppe kleinerer Spezialversender. Das Touristikgeschäft repräsentiert die Marke Thomas Cook. Arcandor sieht sich nach der Neuausrichtung als führender Touristik- und Handelskonzern in Deutschland.
Im Warenhausgeschäft konzentriert sich das Unternehmen mit der ab Herbst 2004 eingeleiteten Fokussierung auf die großen Warenhäuser, die Sporthäuser Karstadt sports, die Premium Group (mit Luxuskaufhäusern wie das KaDeWe oder das Alsterhaus) und karstadt.de (Online Shopping). Die Warenhäuser firmieren dabei unter der Marke Karstadt. Weltstadthäuser wie das KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg oder Hertie am Bahnhof in München würden als Traditionsmarken weiter geführt, wird berichtet. Die Profilierung der Marke Karstadt erfolge über einen deutlich sichtbaren Neuauftritt der Warenhäuser sowie eine noch stärkere Kundenorientierung. Ende des Geschäftsjahres 2007 betrieb der Unternehmensbereich Karstadt 129 (i.V. 132) Filialen, davon 91 (92) Warenhäuser, 28 (28) Sporthäuser und 10 (12) Projektfilialen. Vier der 91 Karstadt-Häuser fielen unter das Premium-Segment.
2007 wurde das Erscheinungsbild der Filialen weiter verbessert, margenschwache Konsumfelder an Partner abgegeben und das Filialnetz weiter optimiert. So konnte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,3 auf 34 Mill. Euro behoben werden. In einer Absichtserklärung mit einem Konsortium aus der Investmenttochter der Deutschen Bank, der Mailänder Pirelli Real Estate und der Borletti Group wurde Ende 2007 festgelegt, dass die Karstadt-Premium Group (Luxuskaufhäuser) mit dem Konsortium kooperieren soll. Diese soll über ein einzigartiges europäisches Warenhausportfolio verfügen und hier Synergien genutzt werden. Karstadt wird hieran einen Anteil von 25 an den Warenhausketten La Rinascente (Italien) und Printemps (Frankreich) übernehmen. Das Konsortium ist im Gegensatz auch mit 25 an dem Premium Segment des Karstadt-Warenhausgeschäfts beteiligt. Im Luxussegment visiert Karstadt auch durch die Eröffnung neuer und bestehender Premium Häuser die Marktführerschaft im europäischen Markt an. Im Rechtsstreit mit der Jewish Claim Conference konnte sich der Konzern mit den Wertheim-Erben 2007 einigen und so die Rechtsunsicherheit in Bezug auf das Berliner Lenné-Dreieck beseitigen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2007 war der Gesamtumsatz mit 2,86 (2,94) Mrd. Euro im Vergleich leicht rückläufig. Das bereinigte EBITDA kam auf minus 34,0 (minus 35,9) Mill. Euro leicht voran.
Im Geschäftsbereich Versandhandel (seit 1. März 2006 Primondo) ist Quelle in Deutschland Marktführer und neckermann.de das drittgrößte Versandhandhandelsunternehmen. Im Rahmen der Restrukturierung des Bereichs sollte neckermann.de im Jahr 2007 an die Börse gebracht oder anderweitig verkauft werden. Im vierten Quartal 2007 konnten schließlich dem amerikanischen Investor Sun Capital 51 der Anteile übergeben und damit die Führung von neckermann.de übergeben werden. In Westeuropa trennte sich der Konzern von renditeschwachen Gesellschaften und stieß zudem Spezialversender ab. Zudem konnte der Home Shopping TV-Sender HSE24 erworben werden, von dem sich der Konzern neue Impulse für das Multi-Channel-Konzept erhofft. Bei Quelle konnte zudem im Rumpfgeschäftsjahr 2007 dank einer konsequenten Repositionierung der Turnaround geschafft werden. So konnten nicht nur ertragsversprechende Spezialversender hinzugewonnen sondern auch weniger ertragsreiche internationale Aktivitäten (in Frankreich und Spanien) veräußert werden. Die Neuausrichtung beförderte im abgelaufenen Jahr das Wachstum. Nach einem schwachen Jahresauftakt kletterte der Umsatz in den neun Monaten um 4 auf satte 2,89 (2,78) Mrd. Euro. Auch das bereinigte EBITDA verbesserte sich leicht auf minus 72,9 (minus 73,7) Mill. Euro.
Der Geschäftsbereich Touristik gehört mit dem Touristikkonzern Thomas Cook zum Stammgeschäft. Im Jahr 2006 erwarb das Unternehmen die restlichen, von der Deutschen Lufthansa gehaltenen 50. Die Thomas Cook AG ging im Juni 2001 durch Umfirmierung aus der C & N Touristic AG hervor. Im Vorfeld dieser Namensänderung stand die Übernahme der britischen Thomas Cook Holdings Ltd. von der TUI AG im März 2001. Die Thomas Cook AG wurde im Juni 2007 mit dem britischen Reiseunternehmen MyTravel zur Thomas Cook Group plc in 2007 fusioniert und notiert seit dem 19. Juni an der Londoner Börse. MyTravel brachte im Zuge der Fusion einen Verlustvortrag in Höhe von 1,2 Mrd. Euro ein. Arcandor ist an der Thomas Cook Group mit 52 beteiligt. Der Teilkonzern gehört nun in Skandinavien zur Nummer Eins und in Deutschland, Großbritannien und Kanada zur Nummer Zwei im Markt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2007 kletterte der Umsatz des Touristikkonzerns auf 8,45 (2,50) Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern der Thomas Cook Group plc kam deutlich auf 708,6 (45,5) Mill. Euro voran. Das Unternehmen rechnet mit einem Synergiepotenzial aus der Fusion von MyTravel und der Thomas Cook AG von bis zu 200 Mill. Euro. Wenn im Jahr 2009/10 die Fluggesellschaft Condor mit Air Berlin fusioniert, wird für Thomas Cook ein langfristig strategischer Partner entstehen. Die Gruppe wird dann zudem neue Air Berlin-Aktien im Wert von 380 bis 475 Mill. Euro und 120 Mill. Euro an Barmitteln erhalten.
Die Geschäftsfelder Dienstleistungen und Immobilien sind unter dem Bereich Sonstiges zusammengefasst. Zu den Dienstleistungen gehören Finanz- und Informationsdienstleistungen, Reisevertrieb sowie Kundenbeziehungs-Management und Beschaffungsdienstleistungen. 2006 wurde ein Sourcing-Vertrag mit dem weltweit größten Beschaffungsunternehmen Li & Fung geschlossen. Der Umsatz aus Dienstleistungen lag 2007 bei 192,9 (213,1) Mill. Euro.
Seit 2001 wird das Geschäftsfeld Immobilien ausgewiesen, das von der KARSTADT Immobilien AG & Co. KG geführt wird. Mit einem Buchwert von 1,47 Mrd. Euro liegt der Schwerpunkt des Portfolios auf Warenhausimmobilien in 1A-Lagen deutscher Großstädte, hierunter auch exklusive Weltstadt-Immobilien wie das KaDeWe in Berlin. In den vergangenen Jahren litt das Unternehmen stark unter der schwachen Binnenkonjunktur. Daher beschloss die ehemalige KarstadtQuelle im Geschäftsjahr 2004 die Restrukturierung und die Neuausrichtung des gesamten Konzerns. Im März 2006 verkaufte Arcandor sein Warenhaus-Immobilienportfolio für 4,5 Mrd. Euro an eine gemeinsame Gesellschaft zwischen dem zur US-Investmentbank Goldman Sachs gehörenden Immobilienfonds Whitehall (51 der Gesellschaftsanteile) und der damaligen KarstadtQuelle AG (49 der Gesellschaftsanteile). Im vierten Quartal 2007 wurde eine Absichtserklärung mit einem Konsortium mit der Investmenttochter der Deutschen Bank, der Mailänder Pirelli Real Estate und der Borletti Group unterzeichnet, der zur Folge 49 an der Immobiliengesellschaft Highstreet verkauft werden sollen. Der Gesamtwert der Transaktion wird mit 800 Mill. Euro angegeben. Hiermit steigt der Erlös aus dem Warenhaus-Immobilienportfolio auf 4 Mrd. Euro, was ein beträchtlicher Ertrag ist, im Angesicht der aktuellen Marktveränderungen, so das Management.
Schwarzen Zahlen schmelzen zusammen
Der Umsatz kletterte im neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahr 2007 (1. Januar bis 30. September) auf 14,59 Mrd. Euro. Hierbei ist der Touristik-Bereich Thomas Cook mit zwölf Monaten und Primondo wie auch Karstadt mit nur neun Monaten einbezogen. Im gesamten Vorjahr hatte Arcandor nur 13,15 Mrd. Euro Umsatz melden können. Auf neunmonatiger Vergleichsbasis lag das Vorjahr bei 8,22 Mrd. Euro. Der Umsatz war damit 2007 um 72,7% gewachsen. 5,60 Mrd. Euro entfielen davon auf Konsolidierungseffekte der Thomas Cook, MyTravel und HSE24. Die Touristiksparte Thomas Cook trug mit 8,45 (2,50) Mrd. Euro zum Konzernumsatz bei und das Versandgeschäft mit 2,89 (2,78) Mrd. Euro. Der Kaufhaus-Bereich Karstadt kam auf Erlöse von 2,86 (2,94) Mrd. Euro. Mit einem bereinigtem EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) von 601,7 (minus 64,1) Mill. Euro hatten alle operativen Bereiche zum Aufwärtstrend beigetragen. Als positiver Effekt der Neuausrichtung zeichnet sich bei der Kaufhaussparte mit einem EBITDA von minus 34,0 (minus 35,9) Mill. Euro eine gute Entwicklung ab und auch der Versandhandel konnte mit einem EBITDA von minus 72,9 (minus 73,7) Mill. Euro den anvisierten Turnaround meistern. Besonders ertragsstark zeigte sich allerdings die Touristiksparte mit einem EBITDA von 708,6 (45,5) Mill. Euro.
Die betrieblichen Erträge lagen in den ersten neun Monaten bei 1,60 (1,70) Mrd. Euro. Mit 928,9 Mill. Euro hatten die Einnahmen aus der Veräußerung der Immobilien an Whitehall den größten Anteil hieran ausgemacht. Den Erträgen standen betriebliche Aufwendungen in Höhe von bereinigt 2,73 (3,23) Mrd. Euro entgegen. Die Abschreibungen lagen bei 382,78 (315,01) Mill. Euro und der Verwaltungsaufwand bei 464,69 (438,20) Mill. Euro. Das Beteiligungsergebnis kam auf plus 18,90 (minus 9,99) Mill. Euro voran. Das Zinsergebnis verbesserte sich dank der geringeren Zinsbelastung in Folge des Immobilienverkaufserlöses und der damit sinkenden Verschuldung auf minus 137,70 (minus 226,03) Mill. Euro. Vor Steuern stellte sich das Ergebnis auf 378,34 (215,59) Mill. Euro. Dabei wurden Geschäftsfelder aufgegeben, die in der Gewinn- und Verlustrechnung mit minus 264,39 (minus 232,75) Mill. Euro ausgewiesen werden. Hierunter fallen vor allem das Ergebnis der Neckermann Gruppe, der Quelle Region West (Spanien und Frankreich) und die Spezialversender. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 243,16 (Ertrag 131,95) Mill. Euro sank das Ergebnis auf 135,18 (347,54) Mill. Euro. Unter dem Strich blieb so ein Jahresüberschuss, der mit 16,29 (345,61) Mill. Euro relativ gering ausfiel. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 0,08 (2,39) Euro an und zahlte wie schon in den Vorjahren keine Dividende an die Anteilseigner aus. Im Jahresverlauf hatte der Konzern das gezeichnete Kapital auf 565,68 Mill. Euro erhöht.
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