Die Mannheimer Holding ISIN lautet: DE0008428004.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer ist: 842800.
Das Unternehmen Mannheimer Holding ist in der Versicherungs-Hold. Branche beheimatet.
Bei dem letzten Update dieser Seite waren 10.080.345 Aktien ausgegeben.
Die Kontaktadresse von Mannheimer Holding lautet:
Mannheimer AG Holding
Augustaanlage 66
D-68165 Mannheim
.
Telefon-Nr.:+49 (0) 621-457-0
Faxnummer:+49 (0) 621-457-4257
Mail:pir@mannheimer.de
Webadresse:www.mannheimer.de
Info zu Mannheimer Holding:
Die Mannheimer Holding AG kontrolliert eine Gruppe mittelständischer Versicherer mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Schadenversicherung. Daneben betreiben die operativen Tochtergesellschaften die Personenversicherung und die Rückversicherung. Regional konzentriert sich die Gruppe auf den deutschen Markt, bietet ihre Produkte aber auch in anderen EU-Ländern im Dienstleistungsverkehr sowie in der Schweiz an. Als vergleichsweise kleine Versicherungsgruppe hat sich die Mannheimer auf Marktsegmente spezialisiert. Den Zielgruppen im Privatkundenbereich und im Mittelstand werden Versicherungskonzepte mit Komponenten angeboten, die laut Unternehmen oft einzigartig sind. Die Produkte werden von selbstständigen hauptberuflichen Vertretern und professionellen Maklern vermittelt. Das Angebot der Tochterfirma mamax Lebensversicherung AG ist ausschließlich über das Internet verfügbar.
Mitte 2003 war die Mannheimer AG Holding nur knapp der Insolvenz entgangen. Auslöser für die Beinahe-Pleite war das Scheitern einer dringend notwendigen Erhöhung des Konzerneigenkapitals, mit der die Holding ihren Verpflichtungen bei der Tochter Mannheimer Lebensversicherung AG nachgekommen wäre. Dort lag durch stille Lasten in den Kapitalanlagen eine Unterdeckung von 210 Mill. bis 230 Mill. Euro vor. Nach dem Nichtzustandekommen der Kapitalzufuhr blieb als Ausweg für die Rettung des Konzerns die Übertragung des Lebensversicherungsbestandes auf die Protektor Lebensversicherungs-AG, die Auffanggesellschaft der deutschen Assekuranz für notleidende Lebensversicherer.
Mit Vertrag vom 11. Juli 2003 wurden die insgesamt 344.000 Lebensversicherungspolicen inklusive nahezu aller Aktiva und Passiva sowie auch ein Großteil der Beschäftigten der Mannheimer Leben auf Protektor übertragen. Mit übertragen wurden auch die stillen Lasten, die von der Mannheimer Holding aus künftigen Überschüssen getilgt werden sollten. Laut den Ausführungen des Vorstandes in der Hauptversammlung vom 27. August 2003 war die Krise Folge der Talfahrt an den Aktienmärkten; das Aktienportfolio sei relativ jung gewesen und habe deshalb relativ geringe Reserven enthalten, wurde erklärt. Außerdem habe es sich "in erster Linie aus europäischen Standardwerten, und zwar vor allem aus Finanztiteln" zusammengesetzt, deren Performance 2002/Anfang 2003 besonders schlecht war. Zudem hatten Aktien bei Mannheimer Leben stets einen hohen Anteil des Anlagevolumens.
Am dringenden Kapitalbedarf der Holding ändere die Protektor-Transaktion nichts, wurde erklärt. Um den Fortbestand der Mannheimer-Gruppe zu sichern und somit auch den verbliebenen Aktienwert zu retten, habe man im zweiten Halbjahr 2003 erneut erhebliche Anstrengungen unternommen, einen Investor für die Mannheimer AG Holding zu finden. Mit UNIQA, der größten Versicherungsgruppe Österreichs, wurde dieser gefunden. UNIQA zeichnete die notwendige Kapitalerhöhung und übernahm damit die Mehrheit an der Gesellschaft. Im Zusammenhang mit dieser Kapitalzufuhr verzichtete Protektor auf den wesentlichen Teil der Darlehensforderung gegenüber der Mannheimer AG Holding. Dies ermöglichte eine endgültige Ablösung und stellte so die Dividendenfähigkeit der Mannheimer prinzipiell wieder her.
Im Geschäftsjahr 2006 lag der Anteil der UNIQA bei 89. Es gelang im abgelaufenen Jahr, den Vertrieb weiter auszubauen. Das Ende von zwei Großverbindungen trugen jedoch dazu bei, dass die gebuchten Bruttobeiträge 2006 um 1,6 auf 289,54 (i.V. 305,66) Mill. Euro zurückgingen. 286,3 (293,4) Mill. Euro der Beiträge stammten aus dem Inland. Auf das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft entfielen dabei 277,0 (290,3) Mill. Euro und auf das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft 12,5 (15,3) Mill. Euro. Das Kapitalanlageergebnis stellte sich auf 23,72 (18,23) Mill. Euro und der Verwaltungsaufwand konnte auf 0,47 (0,75) Mill. Euro gedrückt werden. Mit 7,50 (6,57) Mill. Euro lag das Vorsteuerergebnis über dem Vorjahr und unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss von 5,53 (6,68) Mill. Euro. Das Unternehmen gibt das Ergebnis je Aktie mit 0,09 (0,11) Euro an. Es wurde eine Dividende von 0,08 (0,0) Euro ausgezahlt.
Beim Blick auf die Kennzahlen ist zu beachten, dass der Konzern 2005 erstmals gemäß den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS bilanzierte und das Vorjahr zur besseren Vergleichbarkeit rückwirkend angepasst wurde.
Keine ähnlichen Artikel.
