Die Odeon Film ISIN ist: DE0006853005.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer lautet: 685300.
Das Unternehmen Odeon Film ist in der Film-/Fernsehprod. Branche tätig.
Bei dem letzten Update dieser Seite waren 2.000.000 Aktien ausgegeben.
Der Kontakt von Odeon Film ist:
Odeon Film AG
AltMoabit 59-61
D-10555 Berlin
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Telefonnummer:+49 (0) 30-40055-130
Fax-Nr.:+49 (0) 30-40055-131
Email:aktie@odeonfilm.de
URL:www.odeonfilm.de
Info zu Odeon Film:
Die Unternehmen der Odeon-Film-Gruppe produzieren Fernseh- und Kinofilme. Im Geschäftsfeld Fernsehproduktion hat sich die Konzerngesellschaft Monaco Film GmbH überwiegend auf die Erstellung von Kriminalserien spezialisiert. Die bekanntesten Fernsehserien der Gesellschaften sind "Ein Fall für zwei" (2003 die Nr.2 der reichweitenstärksten Krimiserien im deutschen Fernsehen), "Der Ermittler", "Wolffs Revier", "SK Kölsch" und "Die Kommissarin". Die wichtigsten Kunden der Gruppe sind ARD und ZDF sowie SAT1 und RTL.
Die Fernsehproduktionen der Unternehmensgruppe sind allesamt Auftragsproduktionen. Die Gesellschaften stellen die Idee einer Serie dem Sender vor und verhandeln dann mit ihm über die zu erstattenden Produktionskosten. Dadurch wird das Finanzierungsrisiko der Gesellschaften auf den Fall beschränkt, dass sie die vereinbarten Herstellungskosten des Films überschreitet. Es besteht aber kein Risiko eines Gesamtausfalls wie es bei einer Vorratsproduktion entstehen kann, wenn ein durch den Produzenten vorfinanzierter Film keinen Abnehmer findet. Die Vergabe eines Fernsehfilmauftrags erfolgt in verschiedenen Stufen. Am Anfang kann ein Stoffentwicklungsvertrag stehen. Dann folgt ein Vertrag über die Erstellung eines Drehbuchs. Denkbar ist auch eine Vereinbarung über eine Probeszene, einen so genannten Pre Shoot. Schließlich wird ein Produktionsvertrag geschlossen, in dem der Film benannt und die Produktionskosten im einzelnen vereinbart werden. Die Kalkulation eines Fernsehfilms erfolgt sehr differenziert nach im Detail verzeichneten Positionen. Sie wird insgesamt mit dem Sender abgestimmt und ist Gegenstand umfassender Verhandlungen.
Die Kalkulation eines Films enthält auch den kalkulierten Gewinn der Gesellschaften. Weitere Erträge können aus einem Unterschreiten der fest vereinbarten Herstellungskosten des Films entstehen. Insbesondere bei länger laufenden Serien haben die Gesellschaften die Möglichkeit, durch eine Optimierung der Dreharbeiten einen zusätzlichen Ertrag zu realisieren. Zudem besteht z.T. die Möglichkeit, dass die Gesellschaften die Fernsehrechte für eine Verwertung des Films im Ausland selbst behalten, vom Sender zurückkaufen oder an Auslandserlösen des Senders beteiligt werden. Die Sender können dadurch die eigenen Kosten für die Produktion des Films senken. Die Gesellschaften der Odeon Film-Gruppe können durch die Verwertung des Films im Ausland zusätzliche Erträge erwirtschaften.
Das Geschäftsfeld Filmproduktion ist bei Odeon Film angesiedelt. Die Kinofilmproduktion wird grundsätzlich erst nach geschlossener Finanzierung begonnen. Dies geschieht u.a. durch Garantiezahlungen, Verkauf der TV- und Video-Rechte und die Generierung von Filmfördermitteln. Die Gesellschaft besitzt kein eigenes Studio. Für die Filmproduktion wird immer auf externe Studioanbieter zurückgegriffen, zu denen auch die Bavaria gehört. 2005 lief die Produktion des Animationsfilms "Das doppelte Lottchen" an, der Anfang 2007 in die Kinos kam. Im Februar 2007 lief "Die Wilden Hühner und die Liebe" in den Kinos an.
Der Umsatz von Odeon war 2005 drastisch eingebrochen. Mit dem Oscar-Erfolg "Das Leben der Anderen" zog es 2006 jedoch wieder mehr Menschen in die Kinos. Allerdings blieb das Jahr 2006 dennoch hinter den Erwartungen zurück. So fielen die Serien "SK Kölsch" und "Wolffs Revier" weg. Der Umsatz war aufgrund fehlender Filmproduktionen auf 31,40 (i.V. 37,80) Mill. Euro weiter zurückgegangen. 31,22 (37,29) Mill. Euro entfielen auf die TV-Produktion und 0,18 (0,37) Mill. Euro auf die Filmproduktion. Schließlich stellte sich der Konzern 2006 neu auf und wird künftig Qualität in Premium-TV-Produktionen anstreben. In diesem Zug beteiligte sich Odeon an der Majestic Filmverleih GmbH und der Majestic Filmproduktion GmbH und gründete die Entertainment Value Associates GmbH (EVA). Die Abschreibungen erhöhten sich vor allem durch die Firmenwertabschreibung in Höhe von 2,04 Mill. Euro auf die Nostro Film GmbH und die Loft Vermarktungs- und Holding AG auf 3,27 (0,25) Mill. Euro und das Zinsergebnis blieb mit 0,21 (0,27) Mill. Euro hinter dem Vorjahr zurück. Auch aufgrund der Tatsache, dass sowohl die Film- als auch die TV-Produktion einen negativen Ergebnisbeitrag leisteten, fiel das Vorsteuerergebnis auf minus 7,18 (plus 2,08) Mill. Euro. Unter dem Strich blieb nach einem Steuerertrag von 0,78 (Aufwand 0,96) Mill. Euro ein Jahresfehlbetrag von minus 6,26 (plus 1,12) Mill. Euro wie schon in den Vorjahren wurde keine Dividende ausgeschüttet.
Im April 2006 stieg mit der GFP Vermögensverwaltungs GmbH & CO.KG ein neuer Investor ein. GFP hielt somit 53,66 und unterbreitete den Aktionäre der Odeon ein Angebot von 10,30 Euro je Aktie. Im Januar 2007 führte Odeon eine Kapitalerhöhung um 880.000 Euro durch. Das gezeichnete Kapital stieg damit von 5,72 Mill. Euro auf 6,60 Mill. Euro. Es wurden keine neuen Aktien ausgegeben und im Anschluss ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 durchgeführt, womit nun 6,6 Mill. Stücke ausgegeben sind.
Das Unternehmen ist 1990 als Action Games GmbH gegründet worden. Gesellschafter waren zu 50 Bavaria Film und zu 50 die britische CarltonGruppe und das US-Unternehmen Paramount Pictures über eine gemeinsame britische Tochter. Ende 1993 schied der britische Gesellschafter aus. 1993/94 beteiligte sich das Management zu 25 an dem Unternehmen. 1996 erfolgte der Namenswechsel zu Bavaria Entertainment GmbH. Die erste Co-Produktion im Spielfilmbereich wurde 1997 durchgeführt. 1998 wurde die Monaco-Film-Gruppe (bestehend aus der Monaco Film GmbH und ihrer hundertprozentigen Tochter, der Odeon Film GmbH, sowie der Nostro Film GmbH und ihrer seinerzeit noch fünfzigprozentigen Tochter, der Borussia Media Produktions GmbH) erworben. Im Dezember 1998 wurde die Umwandlung der Bavaria Entertainment GmbH in die heutige Odeon Film AG beschlossen.
Das Grundkapital der Odeon Film AG betrug bei der Gründung 6,0 Mill. DM. Im Frühjahr 1999 wurde das Grundkapital um 4,0 Mill. auf 10,0 Mill. DM gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 800.000 nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit voller Dividendenberechtigung für das Rumpfgeschäftsjahr 1998 erhöht. Diese 800.000 Aktien wurden zusammen mit weiteren 80.000 Aktien im Rahmen des Greenshoe (aus dem Besitz der Altaktionäre) in der Zeit vom 7. bis 8. April 1999 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete 28 bis 32 Euro. Als Emissionspreis wurde der oberste Wert errechnet. Der erste Kurs am Neuen Markt wurde am 12. April 1999 mit 42 Euro festgestellt. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von brutto rund 25,6 Mill. Euro zu. Heute notiert die Aktie der Gesellschaft im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.
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