Die RTV Family Entertainment ISIN ist wie folgt: DE0005408918.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer lautet: 540891.
Das Unternehmen RTV Family Entertainment ist in der Filmprodukt./Handel Branche beheimatet.
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Die Kontaktadresse von RTV Family Entertainment ist:
Your Family Entertainment AG
Nordendstraße 64
D-80801 München
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Tel.Nr.:+49 (0) 89-997271-11
Telefax.Nr.:+49 (0) 89-997271-91
Email:edmund.appelt@yfe-ag.de
internet:www.yfe-ag.de
Mehr Informationen zu RTV Family Entertainment:
Der Ursprung der Your Family Entertainment AG (YFE; bis November 2006 RTV Family Entertainment AG) geht zurück auf Aktivitäten der Ravensburger AG im Bereich "Neue Medien" Anfang der 80er Jahre. Hier sollten neue Geschäftsmöglichkeiten entwickelt werden. Seither hat die Gesellschaft die gesamte Wertschöpfungskette von der Akquisition und Entwicklung der Filmrechte, Stoffe, Sendeformatideen und Drehbücher über die Produktion und Koproduktion der Sendungen und Filme, die nationale und internationale Vermarktung der Film- und Sendeformatrechte bis zur Auswertung der Nebenrechte durch Merchandising aufgebaut. Heutiges Kerngeschäft ist die Entwicklung und Produktion von hochwertigen, langlebigen Programmen für Kinder und Familien sowie der Handel mit Film- und Fernsehrechten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf qualitativ hochwertigen Zeichentrickprogrammen, Realserien sowie Magazin- und Quizsendungen. Das operative Geschäft untergliedert sich in Programm, Auftragsproduktion und Merchandising.
Erklärtes Ziel der Gesellschaft ist es, die eigenen Filme international wie auch schwerpunktmäßig im Free-TV und Pay-TV auszuwerten. Ein effizienter Vertriebskanal für den Bereich Home Entertainment wie auch für Lizenzrechte von Video und DVD soll künftig aufgebaut werden. Alle Verwertungsbereiche entlang der Multi-Media-Angebote sollen dabei ausgeschöpft werden. Der Produktion soll zukünftig wieder die Rolle einer Wachstumssparte zukommen. Die Programm-Bibliothek soll aber auch durch Ko-Produktionen und Lizenzzukäufe anwachsen.
Die Geschäftsjahre 2002 und 2003 waren geprägt von der tief greifenden Krise in der Filmbranche. In der Folge verringerte sich der Umsatz der Gesellschaft kräftig. Der hohe Jahresverlust 2002 war allerdings auf die Abschreibungen zurückzuführen, die gegenüber dem Jahr zuvor um 73,1 Mill. Euro hochsprangen. Vom Gesamtvolumen von 113,9 Mill. Euro entfielen allein 74,1 Mill. Euro außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte sowie 26,0 Mill. Euro Abschreibungen auf Firmenwerte. Zu einer rapiden Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation führten allerdings die Auswirkungen der Insolvenzen der Kirch Media und des Kooperationspartners Phenomedia sowie Forderungsausfälle von langjährigen ausländischen Partnern. Eine österreichische Großbank nahm dies zum Anlass, eine Kreditlinie in Höhe 5 Mill. Euro mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Dadurch geriet YFE 2002 in eine sehr schwierige finanzielle Situation.
Daraufhin wurde ein Sanierungskonzept erstellt, dem die Konsortialbanken letztlich zustimmten. Basierend auf einer Garantieerklärung der Ravensburger AG wurde YFE eine Überbrückungskreditlinie von 2,5 Mill. Euro zur Verfügung gestellt. Die ao. HV vom 12. August 2004 beschloss sodann eine Kapitalherabsetzung von 22,84 Mill. auf 1,631 Mill. Euro. Durch eine nachfolgende Kapitalerhöhung auf 6,525 Mill. Euro wurden dem Unternehmen neue Barmittel von 4,894 Mill. Euro zugeführt. Mit Eintrag der Kapitalerhöhung verzichteten die Konsortialbanken rückwirkend zum 31. August auf einen Kreditbetrag von 19,874 Mill. Euro (verbucht als sonstiger betrieblicher Ertrag). Im Zuge der Kapitalmaßnahmen wurde die Ravensburger AG mit einem damaligen Anteil von 88,5 zum maßgeblichen Großaktionär. Zur weiteren Sicherung des Sanierungskonzeptes stieg im November 2005 die F&M Film und Medien Beteiligungs GmbH als strategischer Großinvestor ein und übernahm somit alle Anteile der Ravensburger AG. Mit nahezu allen Hauptgläubigern, wie auch mit der Ravensburger AG, konnten in der Folge 2005 Forderungsverzichte ausgehandelt werden, was den Abbau von Verbindlichkeiten ermöglichte. Dabei hat F&M einen Teil des Ablösebetrages der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Bankenkonsortium geleistet. Die Gelder wurden in ein Gesellschafterdarlehen umgewandelt, auf das F&M einen sofortigen Teilverzicht ausgesprochen hat. Das Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,5 Mill. Euro ist Anfang 2009 fällig. Zudem konnte die langjährige Auseinandersetzung zwischen dem Partner Videal TV und Film Coproduktions GmbH und der EM. Entertainment GmbH 2005 beendet werden, so dass die mit Videal koproduzierten Filme wieder in vollem Umfang ausgewertet werden können.
Im Geschäftsjahr 2005 zeigte sich der Umsatz mit einem Plus von 15 auf 7,40 (i.V. 6,44) Mill. Euro wieder expansiv. Nachdem in 2004 sowohl Umsatz als auch Ergebnis rückläufig waren, gelang 2005 nach den Sanierungsmaßnahmen und dem Einstieg des neuen Investors F&M Film und Medien Beteiligungs GmbH der Turnaround. Der von der F&M ausgesprochene Forderungsverzicht trug zu einmaligen Erträgen aus der Sanierung in Höhe von 23,00 Mill. Euro bei. Zwar mussten außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte (20,82 Mill. Euro) vorgenommen werden, so dass die gesamten Abschreibungen auf 23,32 (4,69) Mill. Euro stiegen, doch gelang es, das Vorsteuerergebnis mit 0,89 (minus 4,10) Mill. Euro in den Gewinnbereich zu heben. Unter dem Strich kletterte der Jahresüberschuss wieder mit 0,88 (minus 4,10) Mill. Euro in die Gewinnzone. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die beiden einstigen Tochtergesellschaften der Your Family Entertainment AG, die RTV Film + TV GmbH und die RTV Family Entertainment Produktions GmbH wirksam zum 1. Januar 2005 auf die Mutter verschmolzen wurden. Die insolvente Golbach Productions GmbH i.I. wurde zudem im Juli 2005 aufgelöst, so dass der Jahresabschluss 2005 ein Einzelabschluss ist. Ab Ende 2005 besteht rechtlich kein Konzern mehr. Ende November 2006 firmierte die Gesellschaft von RTV Family Entertainment in Your Family Entertainment um.
Im Geschäftsjahr 2006 fiel der Umsatz auf 3,66 (i.V. 7,40) Mill. Euro. Im Geschäftsbereich License Sales wurden 3,11 (5,50) Mill. Euro umgesetzt und im Segment Production 0,56 (1,90) Mill. Euro. Das Inlandsgeschäft steuerte 3,40 (7,11) Mill. Euro zum Konzernumsatz bei und das Auslandsgeschäft 0,27 (0,30) Mill. Euro. Für Abschreibungen mussten 0,95 (23,32) Mill. Euro aufgewendet werden, wobei außerordentliche Abschreibungen auf Filmrechte 0,66 (20,82) Mill. Euro ausmachten. Auf das Filmvermögen wurden Zuschreibungen in Höhe von 0,93 (0) Mill. Euro vorgenommen. Unter dem Strich stellte sich der Konzernjahresüberschuss auf 1,01 (0,88) Mill. Euro. Das Ergebnis je Aktie berechnete das Management mit 0,15 (0,15) Euro. Eine Dividende wurde wie in den Vorjahren nicht gezahlt.
Der Gesamtbestand an Programmrechten belief sich Ende 2006 auf 4.339 (4.374) Episoden oder 1.675 (1.682) Stunden. Die 13-teilige Animationsserie "Missy Milly" wurde fertig gestellt und die siebte Staffel der "Spiegelgalaxie" produziert. Zudem wurde mit den Vorarbeiten für die zweite Staffel "Dragon Hunters" begonnen. Zu den erfolgreichsten Themen 2005 gehörten u.a. die Merchandisingrechte so populärer Charaktere wie der Käpt’n Blaubär Figuren, Philipp die Maus, "Fix und Foxi", "Countrymouse & Citymouse" und "Moorhuhn". Zu den neueren Auftragsproduktionen gehören "Philipps Tierstunde", "Spielgalaxie", "Klugbeißer" und "Mörmel TV". Im Rahmen der Koproduktion wurden 2003 "RoboRoach", "Albert fragt" und "Malo Korrigan" fertig gestellt. Im Jahre 2004 konnten drei Koproduktionen abgeschlossen werden. 2005 wurden 13 Folgen der Koproduktion "Dragon Hunters" fertig gestellt. RTL ist mit Super RTL und RTL II der größte Abnehmer neben ARD und ZDF. Daneben bestehen Geschäftsbeziehungen zu Sendern in Italien, Spanien, Frankreich und Österreich.
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