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Die Zapf Creation ISIN ist: DE0007806002.
Die WPKN, also Wertpapierkennnummer lautet: 780600.

Das Unternehmen Zapf Creation ist in der Spielwaren Branche beheimatet.
Bei dem letzten Update dieser Seite waren 8.000.000 Aktien ausgegeben.
Der Kontakt von Zapf Creation lautet:
Zapf Creation AG
Mönchrödener Str. 13
D-96472 Rödental

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Telefonnummer:+49 (0) 9563-7251-513
Faxnummer:+49 (0) 9563-72541-513
Mail Adresse:investor.relations@zapf-creation.de
URL:www.zapf-creation.de
Informationen zu Zapf Creation:
"BABY born" und Familie
Die Zapf Creation AG sieht sich als der führende europäische Entwickler und Hersteller von Spiel- und Funktionspuppen sowie Puppenzubehör. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Vertrieb der Funktionspuppe "BABY born" und dem dazugehörigem Zubehör sowie Spielkonzepten rund um dieser einem echten Baby nachempfundenen Puppe. Der BABY born CLUB bietet zahlreiche Aktivitäten für die deutsche Fangemeinde. Mit BABY born miniworld ist Zapf 2002 in das Minipuppensegment eingestiegen. Daneben werden die Markenspielkonzepte Baby Annabell und CHOU CHOU ausgebaut. Relativ neu im Produktportfolio ist das Spielkonzept mit Schmink- und Frisierköpfen der Marke My Modell. Mit den Stoffpuppen und -tieren der Marke my lovely Baby und Maggie Raggies wendet sich Zapf vor allem an das Kleinkind-Segment. Im Programm hat Zapf ferner interaktive Funktionspuppen, die mit Hilfe von moderner Elektronik Aktion und Reaktion der Puppe – d.h. interaktives Spielen – ermöglichen.
In jedem ihrer Marktsegmente, von der preiswerten Spielpuppe im Einstiegssegment bis zur hochpreisigen Sammlerpuppe, hat sich Zapf nach eigenen Angaben als Qualitäts- und Markenanbieter positioniert. Die Hauptzielgruppe für die einzelnen Produktgruppen sind Mädchen im Alter von eins bis elf Jahren. In den Hitlisten der europäischen Spielzeugmärkte nehmen Zapf Creation-Produkte, allen voran die Spiel- und Funktionspuppen, vordere Plätze ein. So ist Zapf Creation in Deutschland mit einem Marktanteil von 60 (i.V. 60) trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten weiterhin unbestrittener Marktführer. Stabil blieb den Angaben zufolge die Marktstellung in Großbritannien mit 41 wie auch in Frankreich mit 9 und in Spanien mit 21. Wachsende Nachfrage bilde sich in den osteuropäischen Ländern, besonders in Polen, der Tschechischen Republik und Russland.
Aufgrund der bereits in den 60er Jahren begonnenen Internationalisierung des Geschäfts, die mit der Erschließung von Absatzmärkten in Europa und Beschaffungsmärkten in Niedriglohnländern begann und die Ende der 80er Jahre mit der zu Lohnfertigern in Fernost verlagerten Produktion fortgesetzt wurde, verfügt das Unternehmen heute über weltweite Verbindungen. Vertriebs- und Marketinggesellschaften existieren in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Polen und der Tschechischen Republik. 2004 wurde das Geschäft in Australien auf den Partner Funtastic Ltd. übertragen. 2006 übergab Zapf den Vertrieb in den USA dem neuen Partner MAG. Der Konzern exportiert seine Produkte in mehr als 40 Länder, wobei neben den deutschsprachigen Ländern Großbritannien, die USA, Österreich, Spanien/Portugal und die Niederlande die Hauptabsatzmärkte bildeten. Auf Beschaffungsseite entfallen mehr als 90 auf Fernost. Unter anderem hierfür zeichnet die Tochtergesellschaft in Hongkong verantwortlich.
Turnaround geschafft aber Rückkehr in die Gewinnzone verfehlt
Nachdem sich die bilanzielle Lage des Konzerns bereits in den vergangenen Jahren verschlechtert hatte, war bereits 2005 ein Jahr, in dem sich sowohl personelle als auch strukturelle Defizite deutlich auswirkten. Es kam zum Wechsel im Aufsichtsrat und auch im Vorstand. Der Aufsichtsrat wurde hierbei nahezu vollständig ausgewechselt. In der zweiten Jahreshälfte leitete der personell neu aufgestellte Konzern eine operative und finanzielle Wende ein, die jedoch unter dem Strich nicht dazu ausreichte, die Gesellschaft wieder auf soliden Grund zu stellen. So passte die neue Führung die Vertriebsstrategie in den USA neu an, Kernfunktionen wie Controlling, Rechnungswesen und Disposition wurden zentralisiert und die Produktentwicklung beschleunigt, indem Brand Teams aus Marketing- und Design-Verantwortlichen eingesetzt wurden. In diesem Zuge wurden bis 2006 rund 160 Stellen und damit rund ein Drittel aller Arbeitsplätze gestrichen.
Erschwerend wirkte auch eine Sonderprüfung auf den Fortgang der Geschäfte. Im Herbst 2005 wurden Hinweise auf bilanzielle Unregelmäßigkeiten im Konzernabschluss und bei den Tochtergesellschaften kolportiert. Durch die fehlerhafte Auslegung von Rechnungslegungsstandards seien zu geringe Rückstellungen gebildet worden, so die Anschuldigungen. Im Oktober wurde daher die Wirtschaftprüfungsgesellschaft KPMG mit einer Sonderprüfung beauftragt, die im Februar 2006 vorläufige Prüfungsergebnisse veröffentlichte. Danach musste Zapf einräumen, dass wissentlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen wurde. Die Bilanzen der Jahre 2005, 2004 und der Vorjahre mussten korrigiert werden.
Auch die Finanzierungsseite blieb von der Krise nicht verschont. Im Juli 2005 gelang es Zapf, einen Konsortialkredit abzuschließen, doch konnte der Puppenhersteller die vereinbarten Rahmenbedingungen nicht einhalten, so dass es zu Nachverhandlungen mit den Banken, allen voran der Konsortialführer Deutsche Bank, kam. Im April 2006 konnte dann die mittelfristige Finanzierung des Konzerns bis einschließlich April 2007 abgesichert werden.
2006 war für den Konzern dann ein Jahr der Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung, die das Management noch im laufenden Jahr 2007 abschließen möchte. Zapf soll sich danach als führender europäischer Hersteller von Spiel- und Funktionspuppen mit einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur präsentieren. Das neu aufgestellte Unternehmen werde dabei auf einer stabilen Finanzierungsbasis stehen und nachhaltig profitabel sein, so die Unternehmensführung. Die einzelnen, 2006 eingeleiteten Maßnahmen reichten von der Senkung der Kostenbasis über die Verschlankung von Strukturen und Prozessen bis hin zur Anpassung an die geringe Umsatzbasis. Das Produktportfolio wurde angepasst, die Beschaffung optimiert, die Erlöse stabilisiert, der Vertrieb gestärkt, die Margen erweitert, die Kosteneffizienz gesteigert und so die Ertragskraft gesteigert.
Seit Anfang 2007 ist die langfristige strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Spielwarenhersteller MGA Entertainment Inc. im Bereich des Vertriebs, der Beschaffung und im Lizenzgeschäft in Kraft. MGA übernimmt den Vertrieb der Zapf-Produkte auf dem amerikanischen Markt und gewährleistet einen vertraglich zugesagten Mindestumsatz. Zapf konnte daher die eigene jahrelange Verlustquelle, den Vertrieb in den USA, schließen. MGA wird in Zukunft die Auswahl und Überwachung der asiatischen Lieferanten für die Zapf-Produkte übernehmen, so dass die Tochter Zapf Creation (HK) Ltd. an MGA übertragen wurde. Von dem Engagement des neuen Großaktionärs MGA erhofft sich Zapf daher einen wesentlichen Beitrag zur Gesundung des Konzerns. Dem Einstieg von MGA als Zapf-Aktionär war ein Übernahmeangebot an Zapf von dem japanischen Spielwarenhersteller Bandai GmbH vorausgegangen. Das Ende Juni 2006 gestellte Angebot belief sich auf 10,50 Euro je Aktie, wurde jedoch vom Zapf-Aufsichtsrat nicht unterstützt. Im August 2007 stieg dann MGA als Aktionär mit zunächst 23 bei Zapf ein.
Positive Impulse sollen von einer Weiterentwicklung des Produktangebots ausgehen, das u.a. mit der "Horse & Princess"-Baby born ausgeweitet wurde. Wichtige Grundlage für die Konsolidierung der Finanzseite war der Abschluss eines neuen Konsortialkredits im Frühjahr und die im Herbst anschließende Erhöhung des Grundkapitals um rund 10. Auf der Bilanzseite wurden die strategischen Fortschritte 2006 kaum sichtbar.
Die Umsätze fielen 2006 auf 116,11 (i.V. 140,72) Mill. Euro. Bereinigt um die aufgegebenen US-Geschäfte lagen die Erlöse im Vorjahr bei 120,70 Mill. Euro. Dabei waren die Umsätze im vierten Quartal über jene des gleichen Quartals im Vorjahr gewachsen. In Zentraleuropa mit den Märkten Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Luxemburg sank der Umsatz dabei um 11 auf 38,2 (43,0) Mill. Euro. In Nordeuropa (Großbritannien und Skandinavien) ließen die Erlöse um 7 auf 37,9 (40,6) Mill. Euro nach. In Südeuropa mit Spanien, Frankreich, Belgien und Italien sank der Umsatz um 3 auf 21,0 (21,6) Mill. Euro während die Region Osteuropa auch durch neue Distributeure in Russland und Tschechien mit 15,9 (12,9) Mill. Euro um 24 zulegen konnte. Die Umsätze in Australien und Asien wuchsen um 15 auf 3,1 (2,7) Mill. Euro an. Der Abwärtstrend im Weihnachtsgeschäft konnte damit 2006 gestoppt werden. Auf die Produktgruppen verteilt lagen die Spiel- und Funktionspuppen, allen voran die Baby born-Puppe mit einem Umsatz von 53,7 (53,0) Mill. Euro weiter vorn, gefolgt von Baby Annabell mit 36,3 (41,0) Mill. Euro, Chou Chou mit 18,1 (18,9) Mill. Euro und sonstige Spiel- und Funktionspuppen mit 0,8 (1,3) Mill. Euro. Damit kamen die Funktionspuppen auf Erlöse von 108,9 (114,2) Mill. Euro. Mit Minipuppen setzte Zapf 2,8 (1,6) Mill. Euro um und mit sonstigen Produkten 4,5 (4,9) Mill. Euro.
Beim Verwaltungsaufwand konnten mit 23,57 (23,99) Mill. Euro erste Sparerfolge vermeldet werden und auch Vertriebs- und Distributions- wie auch die Marketingaufwendungen reduzierten sich 2006. Selbst die Abschreibungen lagen mit 5,34 (6,96) Mill. Euro unter dem Vorjahreswert und das Zinsergebnis verbesserte sich leicht auf minus 6,04 (minus 6,80) Mill. Euro. Vor Steuern kletterte das Ergebnis auf minus 12,95 (minus 23,12) Mill. Euro. Dennoch mussten Einmalaufwendungen verbucht werden, die auch durch das gescheiterte Übernahmeangebot seitens der japanischen Namco Bandai-Gruppe entstanden. Auch die MGA-Zusammenarbeit führte zu Belastungen. Die aufgegebenen Geschäftsbereiche (US-Vertrieb) sind zudem mit minus 6,09 Mill. Euro bilanziert. Zapf erhielt 2006 jedoch einen Steuerertrag von 0,28 (Aufwand 4,60) Mill. Euro, so dass unter dem Strich ein Konzernjahresfehlbetrag von minus 12,67 (minus 27,72) Mill. Euro zu Buche stand. Eine Dividende wurde wie schon in den Vorjahren nicht ausgeschüttet. Im September 2006 wurde eine Kapitalerhöhung um knapp 10% des Grundkapitals, also in Höhe von 0,8 Mill. Euro beschlossen und im Oktober durchgeführt.

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